Montag, 9. Juli 2018

Wein-LAN #5

Was gut ist, darf wiederkommen. Und die bisherigen Weinstand-Abende waren gut; dies gilt auch für die Weinstand-Abende mit WLAN, von denen es bisher 4 gab. Und so gibt es am Freitag, den 13. Juli, wieder Wein, etwas zu essen und zusätzlich auch WLAN. Kommen Sie vorbei, schwätzen Sie mit den Bürgern aus Erbenheim (ich kann Ihnen bestätigen, daß diese normalerweise nicht beißen), trinken Sie ein Glas Wein oder auch zwei. Etwas zu essen gibt es auch und wenn Sie wollen, können Sie per WhatsApp Ihren Freunden mitteilen, daß dies eine gelungene Veranstaltung an einem schönen Plätzchen ist - das WLAN steht Ihnen dafür zur Verfügung.

An diesem Abend wird der Weinstand betrieben von der SPD, die auch für Wein, Essen und das WLAN sorgt.


Anmeldung

Wie können Sie das WLAN nutzen? Wein und Essen holen Sie sich am Stand, aber das WLAN? Am Weinstand werden Sie einen Hinweis finden, in der Nähe der Weinkarte. So wird dieser Hinweis aussehen:

Und irgendwo auf diesem Platz schalten Sie an Ihrem Smartphone oder Tablet das WLAN ein und lassen sich die verfügbaren WLANs anzeigen. In dieser Liste sollte ein WLAN mit dem Namen wiesbaden.freifunk.net auftauchen. Tippen Sie einmal auf diese Zeile und nach einigen Sekunden ist Ihr Smartphone mit diesem WLAN verbunden. Und nun nutzen Sie diese Internetverbindung. Das ist alles. That's all folks und Sie sind drin - so einfach ist das.


Nutzungsbedingungen

Nutzen Sie das WLAN. Natürlich gelten die Gesetze dieses Landes, aber das wissen Sie ja bereits und Sie wissen auch, daß Sie diese Gesetze einhalten müssen. Deshalb brauchen wir von Ihnen keine erneute Bestätigung, daß Sie dies tun werden. Also gibt es auch keine vorgeschaltete Seite mit Nutzungsbedingungen, die Sie abnicken müssen, aber wer liest schon solch einen Vertrag. Und wir sammeln keine Daten über Sie oder über das, was Sie im Internet tun; deshalb brauchen wir auch keine Zustimmung von Ihnen, Ihr Verhalten aufzuzeichnen und auszuwerten - wir machen dies nicht.

Wir vertrauen Ihnen und bitten Sie, unser Vertrauen nicht zu mißbrauchen. Einverstanden.


Einschränkungen

Eine kleine Einschränkung gibt es aber doch. So wie Ihr Auto nur eine bestimmte Geschwindigkeit fahren, eine gewisse Anzahl an Personen mitnehmen oder nur eine bestimmte Menge an Gepäck transportieren kann, so kann dieses WLAN nur eine bestimmte Menge an Daten transportieren. Und selbst wenn die Autos noch so schnell fahren könnte, sofern sehr viele Autos auf der Autobahn unterwegs sind können Sie diese Geschwindigkeit nicht erreichen. Ist so.

Und solche Grenzen gibt es auch bei WLAN und somit gilt dies auch für das WLAN am Weinstand. Die Technik bietet eine gewisse Geschwindigkeit, aber diese müssen Sie sich mit allen Teilnehmern teilen. Sofern viele Anwender just in diesem Moment aktiv sind, dann wird es halt langsam. Und es ist nicht gedacht, daß alle Personen am Weinstand eine Fernsehübertragung laufen lassen (an diesem Abend wird kein Fußballspiel übertragen!) oder sich Youtube-Videos anschauen oder irgendwelche Downloads durchführen. Das machen Sie bitte zu Hause über Ihr WLAN (oder Kabel), da müssen Sie die Kapazität mit niemandem teilen.


Technik

Ich möchte Ihnen beschreiben, welche Geräte wir einsetzen, um das WLAN am Weinstand zu realisieren. Wie Sie vielleicht wissen, hat der Weinstand keinen Telefonanschluß, so daß wir auf eine Technik zurückgreifen müssen, die Sie so ähnlich in Ihrem Smartphone verwenden.

Für das WLAN am Weinstand verwenden wir:

Zusätzlich brauchen wir noch Kleinkram wie Kabelbinder, Klebeband, Verlängerungskabel usw.

Der Router baut das WLAN-Netz auf. Ein einfacher Router reicht, denn die besseren Geräte enthalten Funktionen wie eine Basisstation für schnurlose Telefone, ISDN-Telefone, Multimedia-Center, Druckerunterstützung usw., das sind Funktionen, die wir am Weinstand nicht benötigen, weswegen uns ein einfacher Router reicht.

Die eigentliche Arbeit vor Ort für das Freifunk-Netz macht der Computer, zu dem Sie hier Informationen finden: Raspberry Pi. Dieser Computer ist etwas größer als eine Zigarettenschachtel und bietet genügend Leistung für einen solchen Einsatz (in der Vergangenheit hatten wir schwächere Computer im Einsatz).

Sowohl auf dem Router als auch auf dem Computer läuft die Software von Freifunk, die die gesamte Arbeit macht. Und Freifunk-Software deshalb, weil sie das alles kann, keine Überwachung vorgenommen wird (natürlich gibt es weiterhin die üblichen Verdächtigen wie Geheimdienste etc.), und leistungsfähig ist.

Fehlt noch der Zugang zum Internet. Diese Aufgabe übernimmt der LTE-Stick, der Daten vom Computer erhält und zum nächsten Funkmasten sendet. Und entsprechend Daten vom Funkmasten abholt und an den Computer übergibt.


Kosten

Natürlich kostet dies alles Geld, sowohl die Technik als auch die Arbeitszeit. Ich stelle Ihnen hier die Positionen zusammen:
  • der Router kostet ca. 30€
  • der Computer kostet ca. 50€
  • der LTE-Stick kostet ca. 50€
  • für den Kleinkram rechne ich mit 20€
Das alles zusammen macht 150€, wobei dieser Betrag nur einmal anfällt.

Da fehlt noch eine Position: Software für die Systeme plus Einrichtung der Software plus Aufbau/Abbau der Technik am Weinstand. Die Software stellt Freifunk zur Verfügung, kostenlos (ein Dankeschön an Freifunk). Für die Einrichtung der System usw. rechne ich mal 2 bis 3 Stunden Aufwand und veranschlage dafür 200€.

Alle angegebenen Preise sind Schätzwerte und können variieren, aber sie werden nicht weit von den hier genannten Summen abweichen.

In der Summe ergibt dies einen Betrag von ca. 350€.

Dies betrifft die Installation und Einrichtung der Systeme, die aber nur einmal erfolgen muß. Für den laufenden Betrieb, also das WLAN am Nachmittag und Abend des Weinstandes, benötigt man eine SIM-Karte, für die weitere Kosten anfallen. Wir verwenden am nächsten Weinstand eine SIM-Karte der Telekom, somit müsste man pro Weinstand-Aktion noch einmal vielleicht 20€ dazuzählen.


Fazit

Vergleichen Sie die hier genannten Preise einfach mit den Preisen, die in Wiesbaden im Rahmen der gelegentlich ja stattfindenden Diskussion zum Thema öffentliches WLAN genannt werden. WLAN ist nicht so teuer.

Und ich bin der Meinung, daß neben elektrischem Licht auch WLAN auf diesen Platz gehört. In Wiesbaden tut man sich damit schwer, deswegen bleibt es in Wiesbaden in Sachen WLAN ja auch so dunkel.

Und wir kündigen das WLAN auch an, d.h. am Weinstand finden Sie einen Hinweis auf das WLAN. Damit tut sich die Stadt Wiesbaden bei ihrem WLAN am Rathaus ja schwer.

Nun brauchen wir nur noch gutes Wetter, gekühlten Wein, nette Gäste. Und daß das WLAN funkt(ioniert). Aber ich bin da optimistisch.